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Heidenheim wird Meister

Geschrieben von Mike am 31.08.09 (930 x gelesen)

Die Deutsche Meisterschaft wurde auf dem Roberto-Clemente-Field entschieden. Nach zwei tollen Baseball-Tagen hatten die Heidenheim Heideköpfe das bessere Ende für sich. 

Am Samstag erlebten die gut 700 Zuschauer zunächst, wie die Tornados in der Serie mit 2:1 in Führung gingen. Martin Dewald feierte dabei erneut einen Sieg und wurde dafür auch zum Best Pitcher der Playoffs gekürt. 900 Zuschauer erlebten dann am Sonntag den Ausgleich der Heidenheimer und in einem spannenden und engen Spiel 5, wie sich die Heideköpfe ihre erste Meisterschaft sicherten. Von dieser Stelle aus beglückwünschen wir sie in sportlich fairer Weise.

Spiel 3: Dewald dominiert erneut

Team 123456789 RHE
Heideköpfe 0 0 0 0 0 0 0 2 0 2 6 2
MAT 0 3 0 0 2 0 0 0 - 5 8 1

Dewald begann für die Tornados gleich mit einem 1-2-3-Inning, während Winkler für Heidenheim etwas mehr Mühe hatte. Bei 2 Aus walkte er zunächst Hess und musste noch einen Single von Appiah hinnehmen, bevor mit einem Flyout das dritte Aus gelang. Im 2. Inning brachten sich die Mannheimer dann aufs Scoreboard. Pycock gelang gleich ein Triple, dem Kraft bei einem Aus ein Single folgen ließ. Höpfner brachte mit seinem Double dann Pycock über die Platte. Beim Flyout von Lutz ins Rightfield misslang der Versuch, Höpfner mit einer 9-4-5-Aktion am 3. Base zu erwischen – der Wurf ging am 3rd-Baseman der Heideköpfe vorbei -, so dass er nach Kraft auch noch nach Hause laufen konnte. 3:0 für die Tornados. Nach zwei ausgeglichenen Innings bauten dann die Mannheimer im 5. Inning ihre Führung weiter aus. Bei einem Aus gelang Lutz ein Double und im Anschluss Falls ein Single. Mit seinem Sacrifice Flyout ins Rightfield schickte dann Hess Lutz über die Platte. Beim folgenden Triple von Appiah kam dann auch noch Falls zum 5:0 für Mannheim nach Hause. Im 6. Inning konnten die Fans dann noch ein sehr schönes 5-4-3-Doubleplay der Tornados bejubeln, Zählbares sollte aber erst wieder im 8. Inning folgen. Dieses Mal dann für die Heideköpfe. Schäffler war mit einem Single auf Base gekommen und bei einem Aus schickte ihn dann Rätz mit seinem Single zum ersten Run für Heidenheim nach Hause. Nach Hit by Pitch gegen Stokes und einem weiteren Aus sorgte dann ein Double von Lilly für einen weiteren Punkt für Heidenheim. Dabei sollte es dann bleiben. Dewald beendete mit einem 1-2-3-Inning die Aufholjagd der Heideköpfe und damit gleichzeitig auch das Spiel.

Spiel 4: Gühring’s großer Auftritt

Team 123456789 RHE
Heideköpfe 5 0 6 0 0 0 1 3 - 15 17 0
MAT 0 0 0 0 3 0 0 0 - 3 4 1

Rüssel trat gegen Bergmann auf dem Hügel an und hatte so seine Probleme mit der Strikezone des Plateumpires. So kam es gleich im 1. Inning zum ersten großen Auftritt von Gühring. Janzen und Lilly waren bei einem Aus auf Base als ihm mit einem mächtigen Schlag über den Leftfieldzaun ein 3-Run-Homerun gelang. Damit war aber der Hunger der Heidköpfe noch nicht gestillt. Mit Single von Gruber, Walk für Schäffler und Single von Rätz luden die Heidenheimer die Bases. Whitehead sorgte dann mit seinem Single für zwei weitere Runs. Rüssel konnte dann das Inning ohne weiteren Schaden beenden. Mannheim hatte dem nichts entgegenzusetzen. Nach einem kurzen 2. Inning, mit einem schönen Doubleplay der Heideköpfe, dem an diesem Tag noch weiter folgen sollten, baute Heidenheim die Führung im 3. Inning auf spektakuläre Weise weiter aus. Nach seinem Walk kam zunächst Schäffler bei einem Aus durch Single von Whitehead nach Hause. Dem zweiten Aus folgte ein Single von Stokes. Coach Bull brachte daraufhin Otto für Rüssel. Dieser musste aber gleich durch den Single von Janzen einen weiteren Run hinnehmen. Durch Hit by Pitch gegen Lilly lud er dann die Bases für den zweiten großen Auftritt von Gühring. Mit seinem Grand-Slam-Homerun baute er die Führung für Heidenheim auf 11:0 aus. Mannheim steckte aber nicht auf und konnte im 5. Inning dann ein wenig Ergebniskosmetik bestreiten. Bei einem Aus waren Egetmeyer per Walk und Kraft per Single auf Base. Der Single von Höpfner sorgte dann für den ersten Punkt für die Tornados. Nach Flyout für Lutz brachte dann Falls mit seinem Double Kraft und Höpfner zum 3:11 nach Hause. Heidenheim erhöhte dann im 7. Inning um einen Run, um dann im 8. Inning mit weiteren Runs das Spiel vorzeitig zu beenden. Dabei gelang zunächst Schäffler ein Single- omerun. Als nach Single von Rätz und einem Aus der Ball beim Schlag von Hering im Outfield nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte, erzielte Rätz den nächsten Punkt. Hering konnte dabei bis ans 3. Base vorrücken. Nach einem weiteren Aus kam er dann beim Single von Janzen zum 15:3 Endstand für Heidenheim über die Platte.

Ein 5. Spiel musste also über die Meisterschaft entscheiden.

Spiel 5: Spannung und Dramatik pur

Team 123456789 RHE
Heideköpfe 0 0 2 0 0 0 0 0 1 3 6 3
MAT 0 0 0 1 0 0 0 0 0 1 7 1

Franke und Dankerl  traten, lautstark unterstützt von den jeweiligen Fans, gegeneinander an.
Es sollte gleich spektakulär losgehen. Nach Walk für Stokes gelang Höpfner beim Schlag von Janzen gleich eine tolles F8-3-Doubleplay. Walks für Lilly und Gühring folgten. Lutz fischte dann den Schlag von Gruber im Leftfield aus der Luft zum 3. Aus. Im Gegenzug sah es dann so aus, als könnten die Tornados gleich die erste Duftmarke setzen, aber daraus wurde nichts. Nach Single von Lutz waren dann bei 2 Aus Appiah per Single und Heymer per Walk auf Base. Bases loaded. Der Schlag von Pycock landete aber genau im Handschuh von Centerfielder Stokes. Die nächsten tollen Aktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Franke walkte zunächst Schäffler, um diesen dann beim Comebacker von Hering am 2. Base auszuwerfen. Beim Schlag von Whitehead beendete er dann auch gleich mit einem 1-3-Doubleplay das Halbinning. Gleich im Anschluß wurde Höpfner, bei 2 Aus, nach seinem Single beim Stehlen der 2. Base erwischt. Im 3. Inning dann die Führung für Heidenheim. Bei einem Aus gelang Stokes ein Single-Homerun über den Leftfieldzaun. Ähnlich wie im 1. Inning folgten dann bei 2 Aus Walks für Lilly und Gühring. Allerdings lud dann Gruber mit seinem Single die Bases. Der Walk für Schäffler brachte dann den nächsten Punkt für die Heideköpfe, bevor, beim Schlag von Hering, die Tornados mit einer 6-4-Aktion das 3. Aus erzielen konnten. Im 4. Inning erzielten dann die Mannheimer fast den Ausgleich.

Bei einem Aus waren nach Walk für Pycock und Singles von Egetmeyer und Kraft die Bases geladen. Beim Single von Höpfner kam zunächst Pycock für Mannheim über die Platte. Egetmeyer versuchte dabei auch gleich noch den Ausgleich zu erlaufen, wurde dabei aber an der Homeplate denkbar knapp erwischt. In den beiden folgenden kurzen Innings ließen beide Mannschaften nichts weiter anbrennen. Im 7. Inning witterten die Tornados dann wieder Morgenluft. Nach Single von Kraft und Walk für Höpfner wurde der Schlag von Lutz im Rightfield aus der Luft gefischt. Mit einem tollen Bunt, durch das er sicher ans 1. Base gelangte, lud Falls dann die Bases. Der Stimmungsbarometer stieg und sackte gleich wieder, als Hess in ein 6-4-3-Doubleplay schlug. Gleich danach im 8. Inning sollte er aber wieder steigen. Appiah startete mit einem Double und Pycock folgte ihm, bei einem Aus, per Walk auf Base. Aber erneut verhinderte ein 6-4-3-Doubleplay beim Schlag von Egetmeyer den Mannheimer Ausgleich. Die vertanen Chancen sollten sich dann rächen. Gleich zu Beginn des 9. Innings gelang Gühring mit einem Single-Homerun sein dritter Homerun des Tages.

Pycock kam danach für Franke auf den Mound und beendete das Halbinning schnell. Alle Mannheimer Hoffnungen, das Spiel vielleicht noch in die Verlängerung zu bringen oder gar zu drehen, wurden aber durch ein 1-2-3-Inning von Dankerl zunichte gemacht. Der Jubel auf Heidenheimer Seite war verständlicherweise riesig.

Die Tornados können sich aber erhobenen Hauptes aus dieser Saison verabschieden. Schließlich hatten sie im Halbfinale, den bis dahin amtierenden Meister Regensburg aus dem Wettbewerb geworfen und bis zum Schluss alles gegeben.
Danke Jungs – für eine tolle Saison!

Autor: Michael Freienstein

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