Geschichte

  • 1945 bis 1950

    1945 – Wie in Mannheim alles begann

    Kaum hatten sich die amerikanischen Streitkräfte zum Ende des Krieges als Besatzungsmacht in Mannheim niedergelassen, konfiszierten sie die städtischen Sportanlagen. Der deutsche Fußball war nach den Kriegswirren noch nicht wieder in die Gänge gekommen, da kam die deutsche Jugend mit dem amerikanischen Volkssport Nummer eins – Baseball – in Kontakt.

    Im altehrwürdigen Rhein-Neckar-Stadion und den umliegenden Plätzen trafen sich die Amerikaner bei jeder Gelegenheit, um mit Handschuh, Kappe und Keule ausgerüstet, einen Ball durch die Luft zu werfen, zu schlagen oder auch zu fangen. Der Sport hieß Baseball und war eines von vielen Produkten neben Coca-Cola und Kaugummi, das die Sieger des Krieges nach Süddeutschland und damit auch nach Mannheim „einschleppten“.


    Die Neuostheimer Hans-Norbert Jäger, Roland Hoffmann, Claus Helmig und andere gehörten zu den deutschen Jungs, die von Beginn an von dieser Sportart in ihren Bann gezogen wurden. „Auf dem Gelände des Rhein-Neckar Stadions haben wir den Amis immer zugeschaut, ich war damals neun Jahre alt“, erinnert sich Jäger noch genau. Auch für Roland Hoffmann blieb der erste Kontakt unvergessen: “Unser Haus war damals durch Offiziere kurzerhand konfisziert und draußen vor der Tür haben sich die Jungs die Bälle zugeschlagen.” Völlig fasziniert war die Neuostheimer Jugend als sie erstmals bei einem Spiel zweier amerikanischer Teams im Rahmen der Army-Liga dabei waren. „Das war eine unglaubliche Stimmung im Stadion als das Home Team – sie hießen Tornadoes – gegen andere Teams spielten. Da waren 6000 bis 7000 Zuschauer, und die Militärkapelle hat gespielt“, beschreiben Norbert Jäger und Roland Hoffmann die tolle Atmosphäre.


    R. Geronimo McConnell

    Nach einiger Zeit als Zaungäste hatten die Jungs auch schon das notwendige Rüstzeug um selbst ihren Idolen nachzueifern. „Wir haben die Handschuhe entweder geschenkt bekommen oder manchmal auch geklaut. Die angebrochenen Holzschläger zusammengenagelt und mit Isolierband umwickelt. Durch „Foul Balls“ lagen viele Bälle um die Plätze herum, die haben wir einfach aufgesammelt“, schildert Hoffmann, wie er an seine erste „Ausrüstung“ kam. Doch die Amerikaner, bekannt für ihre Kinderliebe, hatten ein Herz für die deutschen Buben. „Wir sind denen ans Herz gewachsen. Wir haben ihnen als Lauf-Boys Hot-Dogs, Hamburger oder Getränke gebracht, dafür fiel immer wieder mal was ab für unsere hungrigen Nachkriegsmägen“, beschreibt Jäger den Freundschaftsdienst zwischen Besatzern und Besetzten. Ganz besonders ans Herz gewachsen war den Jungs R. McConnell. Er war ihr Idol. Er spielte Centerfield, war ungeheuer schnell und konnte Fly Balls in vollem Lauf hinter dem Körper fangen. „Er hatte einen Schlagdurchschnitt von über 600 über mehrere Jahre hinweg“, schwärmt Norbert Jäger noch heute.

    Mit der Zeit fanden immer mehr Jungs Gefallen am Baseball und so traf man sich in regelmäßigen Abständen, entweder auf amerikanischem Gelände oder auf dem Riesenareal des Neuostheimer Flughafens, um selbst zu spielen. „Anfangs haben wir gegen Jugendteams aus Käfertal oder Ramstein gespielt und natürlich immer ordentlich auf die Mütze bekommen, aber das war uns egal. Wir haben jeden Tag geworfen und geschlagen was das Zeug hielt und allmählich wurden wir immer besser,“ waren Hoffmann und Co. mit Feuereifer bei der Sache. „Wir haben jeden Tag mit Baseball verbracht, wir kannten die Namen der Spieler, sowie die heutigen Jugendlichen die Bundesligaspieler kennen, es waren eben unsere Idole. Ernie Banks war einer der ganz Großen.“ Die amerikanischen Mannheim Tornadoes, in deren Reihen nur Schwarze spielten, gewannen 1949 die GI-World Series. 5000 begeisterte Zuschauer feierten die beste amerikanische Militärauswahl der Welt. Auf ihren Mützen prangte ein großes T. Ganz klar für die Jungs: “Wenn wir mal einen Club gründen, kann der nur Tornados heißen!!” Mit einem Schmunzeln erinnert sich Norbert Jäger: „Es war wohl so um 1948, kurz nach dem Krieg, als die Amerikaner den ansässigen Deutschen ein Mal erlaubten, ein Zwischenrundenspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft im ehemaligen Rhein-Neckar-Stadion auszutragen. Allerdings erst nach dem Ende eines Baseballspiels… So kam wohl zum ersten Mal eine große Menge Mannheimer in Kontakt mit dem Sport Baseball. Denn alle wollten das Fußballspiel sehen, mussten sich aber erst ein Baseballspiel anschauen. Schon während des Spiels füllte sich das Stadion. Es wurde rappelvoll, sogar auf den Bäumen saßen die Fußballfans und schauten Baseball…“

    So nahmen die Dinge ihren Lauf

    Überall, wo Amerikaner militärische Stützpunkte errichtet hatten, holten sie mit zahlreichen German Youth Activities (GYA), deutsche Jugendliche auf ihre Baseballfelder. Anfang der 50er Jahre traten die Baseballer in Mannheim dem Sportverein TB Germania Mannheim bei. Die erste Mannheimer Baseball-Abteilung war gegründet.

  • Große Namen

    Claus Helmig, Jürgen Helmig, Roland Hoffmann, Hans-Norbert Jäger. Wer kennt diese Mannheimer Namen nicht? Sie sind es, die untrennbar mit der Geschichte des Deutschen Baseballs verbunden sind. Auch heute noch sind diese Namen in Deutschland bei den Fans bekannt, da diese Herren über Jahre hinweg dem Baseball verbunden blieben und auch nach ihrer aktiven Zeit noch einen wesentlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung des Baseballsports in Deutschland ausübten. Nicht mehr so bekannt, aber dennoch zu den Männern der ersten Stunde zu zählen, sind heute Namen wie Dieter Heller, Eduard Zimmermann oder Jürgen Brandt.

    Roland „Rolles“ Hoffmann #18 (Catcher)

    Southpaw Hans-Jörg Helmig


    Der Mann mit der unglaublichen Kurve

    Claus Helmig



    Claus Helmig mit Hans-Norbert Jäger


    Jürgen und Claus Helmig bei der Unterzeichnung ihrer Minor League Profiverträge bei den Baltimore Orioles

    Hans-Norbert Jäger #10 (ShortStop)


    Hans Norbert Jäger bei einer EM in Bologna (Italien)

  • 1950 bis 1960

    In den fünfziger Jahren holen Mannheimer Mannschaften mehrmals den deutschen Meistertitel in die Quadratestadt. Zuerst spielte man auf einem selbstgebauten Platz auf dem jetzigen Neuostheimer Flugplatz. Aus dieser Zeit stammt auch das zurzeit älteste Plakat, das Sie hier sehen. Leider fehlt eine Jahreszahl. Aber wir sind uns sicher, es ist aus dem Jahr 1955.

    Später, im Jahr 1966 wurden die Baseballer vom Platz auf dem jetzigen Flughafengelände vertrieben. Wieder hieß es, einen neuen Platz zu bauen. Nun dort, wo heute das Bürohaus Neckarpark steht, gegenüber vom jetzigen Eingang zum Carl-Benz-Stadion. Der Platz wurde hauptsächlich in Eigenleistung mit Unterstützung der Stadt und der amerikanischen Armee erstellt.


    Der Mannheimer B.C. Knights wird im Jahr 1955 in München zum ersten Mal Deutscher Meister.
    hinten vlnr: Helmut Sonns, Hans Grünzinger, Norbert Jäger, Rudolf Schweitzer, Dieter Heller, Roland Hoffmann, Claus Helmig, Richard Kermas (1. Deutscher Präsident DBV und letzter Präsident ABFD). vorne vlnr: Fred Buchner, Eduard Zimmermann, Peter Gräber, Helmut Bürkel, Heinz Gräber


    Der Mannheimer B.C. Knights wird im Jahr 1956 in Mannheim wieder Deutscher Meister.
    hinten vlnr: Hans Grünzinger, Claus Helmig, Helmut Buchner, Richard Kermas, Rudolf Schweitzer, Helmut Sonns, Dieter Heller, Norbert Jäger.
    vorne vl: Eduard Zimmermann, Helmut Bürgel – Präsident DBV und letzter Präsident ABFD.

    Roland Hoffmann erinnert sich:

    Meinen zweiten internationalen Auftritt hatte ich mit der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft 1956 in Rom im Stadion ‚Moto Velodromo‘. Im Jahr zuvor war ich schon in Barcelona dabei. Es war die Glanzzeit des deutschen Basesballs mit Leuten wie Jürgen Helmig, Dieter Heller oder auch Eduard Zimmermann. Das allerersten Mal, wo eine Deutsche Nationalmannschaft auflief, war in 1954 gewesen. Da war ich aber noch nicht dabei. Claus und Jürgen Helmig waren, soweit ich mich erinnere, da schon mit von der Partie…

    Im Jahr darauf, 1957, wird gar die Europameisterschaft in Mannheim ausgetragen.


    Hans Norbert Jäger bei der EM 1957 in Mannheim beim Spiel gegen Italien, das 8:2 gewonnen wurde


    Die deutsche Nationalmannschaft 1957 bei der EM in Mannheim

    Hinten vlnr: D. Heller, H. Schmitt (Marburg), R. Hoffmann, F. Buchner (Frankfurt), R. Schweitzer, H. Grünzinger, J. Helmig (Assistant Coach)
    Vorne vlnr: H. Sonns, C. Philipp (München), S. Diepold (München), W. Schmid (München), E. Zimmermann, N. Jäger, C. Helmig, Coach McDuffy

    Nach 1954 und 1956 wurden die Mannheim Knights (oder zu gut deutsch BC Knights) in 1958 und 1959 Deutscher Baseballmeister. Im folgenden Jahr, 1960, schlossen sich die Knights dem Turnerbund Germania an und wurden dort im Turnverein vier mal (1960, 1961, 1963 und 1964) deutscher Baseballmeister. 1964 waren dann die Tage als Turner gezählt. 1965 schloss sich ein Großteil der Baseballer dem VfR Mannheim an. 1965 und 1966 wurden dann die VfR-ler Deutscher Meister.


    Die Mannheim Knights 1957: Links stehend Busfahrer McDuffy (Coach) neben ihm Helmut Bürgel, Rudolf Schweitzer, Dieter Heller, ???, Norbert Jäger und Heinz Gräber



    Roland Hoffmann 1958 in Haarlem (Holland)


    Roland Hoffmann 1958 in Haarlem (Holland), hier im Spiel gegen Spanien

  • 1960 bis 1965

    Die erste Hälfte der 60er Jahre war durch den Mannheimer Baseball geprägt. 1960 gewann die Baseballabteilung des Turnerbundes Germania die Deutsche Meisterschaft gegen den MEV München.
    Auf dem Bild sind Walter Owens und Hans-Norbert Jäger, Freunde und Macher im VfR-Team, zu sehen. Owens war einer der besten Spieler seinerzeit. Ein Amerikaner, der in Mannheim, gemeinsam mit Norbert Jäger, das Cougar-Trikot trug. Unter dem Namen Cougars trat damals eine All-Star Mannschaft auf, zu denen nicht nur die Mannheimer Spieler gehörten, sondern auch einige Amerikaner. 


    Stehend vlnr: Claus Helmig, Jürgen Helmig, Jürgen Schubert, Larry Rohrbacher, Roland Hoffmann, Rudi Mühlhausen,
    Kniend vlnr: Wilfried Volk, (unbekannt), Norbert Jäger, Gary Hardbeck, Johnny Walker, John Parker

    Die Cougars, das All-Star Team, nahm 1961 in Amsterdam und Haarlem an der Haarlem Baseball Week teil. Diese Mannschaft – keine Nationalmannschaft, aber ein All-Star Team aus deutschen Gefilden (mit etwas Unterstützung unserer Besatzungstruppen) – hat das Kunststück fertig gebracht, die damalige holländische Nationalmannschaft zu schlagen. Dies ist, soweit uns bekannt, weder vorher noch nachher noch einmal passiert. Also bisher einmalig in der deutschen Baseballgeschichte.


    EM in Amsterdam (Holland) 1962: Im Spiel gegen Belgien, das 3:13 verloren ging, scort der Belgier Willems einen Run gegen Deutschland. Hans-Norbert Jäger mit der 4 kommt zu spät, um Willems zu taggen. Catcher Roland Hoffmann beobachtet die Aktion. Pitcher Helmut Opelt aus München covered den Backstopbereich.

    Die DM 1965: VfR schlägt Germania 2:1


    links Germania Mannheim, rechts der Meister VfR Mannheim


    Im Hintergrund der Bahndamm, der heute Neuostheim von Neuhermsheim trennt. Das Bahnhaus steht heute noch. Der Platz war auf dem Gelände des heutigen Bürohauses gegenüber dem Carl-Benz-Stadion.


    Harald Stumpf, Walter Owens, Norbert Jäger (v.l.n.r.)


    Das Meisterfoto mit dem damaligen Präsidenten des VfR Alfred Blümmel

     

     
    Walter Owens und Hans Norbert Jäger mit dem Siegerpokal


    Stehend vlnr: Wilfried Fogge, Winfried Volk, Wolfgang Gruß, Werner Gerich, Karl-Heinz Heller, Harald Stumpf, Norbert Jäger
    Kniend vlnr: Jochen Sittardt, Batboy, Rod Atnip, Walter Owens

     


    Werner Gerich, einer der besten deutschen Pitcher aller Zeiten – so meinen die alten Haudegen. Er war von Beruf Maurer und hatte eine Wurfhand so groß wie eine „Kohlenschaufel“, so sagte man damals. Werner hatte einen unglaublich harten Fastball und einen extrem schnellen Curveball.

    Auch „Baseballpresse“ gab es damals schon

  • 1966 bis 1975

    1966 spielte der deutsche Meister von 1965 (die von Norbert Jäger gecoachten VfR-ler) wohl vor der größten Zuschauerzahl in der gesamten Vereinsgeschichte. Vor 8000 Zuschauern traten die Mannheimer im EM-Pokal gegen die Haarlem Nicols an. Das Ergebnis war im Nachhinein zweitrangig. Mit 1:8 ging die Partie verloren. Dennoch wird die Kulisse für alle Mannheimer auf dem Feld unvergesslich bleiben. Auf dem Bild ist am Schlag die Nr. 9, Werner Gerich, der wohl beste deutsche Pitcher dieser Epoche neben Jürgen Helmig.

    Zurück in Mannheim zu den Ligaspielen war die VfR Baseball Mannschaft im Jahr 1966 erfolgreich. Sie wurde auch in 1966 Deutscher Meister.


    Stehend vlnr: Norbert Jäger (Spielertrainer), Helmut Weiß, Michael Burger, Wolfgang Gruß, Hans Joachim Sittard, Harald Stumpf, Dieter Wherle, Werner Gerich
    Kniend vlnr: Walter Owens, Klaus-Ingo Menzel,Wilfried Volk, Harald Brenneisen, Reinhard Hillenbach

    Gegen Ende des Jahres 1966 war man noch einmal erfolgreich. Die Stadt Mannheim genehmigte, aus dem Rasen mit Bases und Homeplate ein Field zu machen: die Baugenehmigung zur Errichtung eines Baseballplatzes wurde erteilt. Mit Hilfe der Gerätschaften unserer Sportsfreunde aus den Vereinigten Staaten ging es an die Platzherrichtung.

    1971 und 1972

    Die Cubs sind Deutscher Meister 1971

    Hans-Norbert Jäger erinnert sich:

    Noch zu Zeiten der Apartheit habe ich mit einem Europäischen Baseball Auswahl Team in Südafrika gespielt. Seinerzeit war jeglicher Sportverkehr international mit Südafrika verboten. Dennoch haben wir, offensichtlich weil Baseball noch nicht olympisch war, diesen Trip riskiert. Mit von der Party waren die 3 besten belgischen Spieler seinerzeit wie Z.B. der wohl beste Pitcher Europas damals, RENE COCKS. Sonst waren neben den besten Deutschen seinerzeit auch einige amerikanische Stars. Unsere Team war dort als Gast von Südafrika und folgerichtig waren wir dort auch während der 4 Wochen, die wir dort waren nur per Flugzeug von Town zu Town unterwegs zu den Spielen und waren jeweils am Abend nach den Spielen Ehrengäste auf besonderen Veranstaltungen.

    Im Programm war auch ein Ausflug, exklusiv für uns per Flugzeug zu den Viktoria-Wasserfällen und zum Krüger-Nationalpark (mit Übernachtung im Nationalpark). Wir haben Städte kennengelernt wie Kape-Town, Bulawajo, Johannesburg, Durban, Port Elizabeth , East-London sowie Windhuck und Salesbury. Alles in Allem ein super Erlebnis.

    Bild vom Team aus RSA Zeitung Die Burger
    Stehend vlnr: Roland Hoffmann (D), Dan Withrow (USA) , Hubert Lurie (USA), Claus Helmig (D), Rene Cockx (Belgien), Tim O`Leary (USA), Jan Robyn (Belgien)
    Kniend vlnr: Roger Switzer (Belgien), Norbert Jäger (D), Jürgen Helmig (D), Francois Tanghe (Belgien), Dan Barreras (USA), Walter Schmid (D), George Stephenson (USA)

    Auch Gottfried Meisel erinnert sich:

    Im Frühjahr 1971 gelang es Claus Helmig, einige Schüler aus dem Ortsteil Vogelstang zusammenzutrommeln und so eine Schüler-Baseball-Mannschaft zu gründen, die sich „Cubs“ nannte.

    Die Mannschaft nahm am Ligabetrieb der Benjamin Franklin Village in Käfertal teil. Der Erfolg war durchschlagend: Die Cubs belegten bereits am Saisonende den 2. Platz in der Liga. Saisonhöhepunkt jedoch war die deutsche Meisterschaft, die den Cubs den Meistertitel brachte. Mit im Team spielte auch Martin Helmig, der wohl der beste Spieler dieser Mannschaft war, obwohl er zu den Jüngsten gehörte. Um fit zu bleiben, spielte das Team im Winter Eishockey (MERC-TORNADOS), wo man Peter Obresa kennen lernte, der dort bereits seit einiger Zeit Eishockey spielte. Obresa spielte dann ab der nächsten Saison für einige Jahre bei den Cubs und späteren Tornados. Die Saison des Jahres 1972 verlief für die Schüler ähnlich erfolgreich: Sie endete mit dem 2. Meistertitel. Peter Obresa entschied sich, wie Insider wissen, zugunsten des Eishockeys, wo er noch einige sehr erfolgreiche Jahre vor sich haben sollte.


    Hinten vlnr: Martin Helmig, Bernd Marhöfer, Herbert Schwemmer, Peter Obresa, Peter Schmid, Günter Casper
    Vorne vlnr: Michael Schaber, Gottfried Meisel, Joachim Casper, Peter Schwemmer, Roland Engelke, Mathias Luxs


    Zur gleichen Zeit, in der Claus Helmig mit den Vogelstang Jungs arbeitete, widmete sich Norbert Jäger dem nächstjüngeren Jahrgang, dem Jahrgang, in dem seine beiden älteren Söhne waren.

    Weltmeisterschaft 1973 in Nicaragua

    Die Einladung zur Baseball-Weltmeisterschaft vom 22. November bis 7. Dezember 1973 in Nicaragua ebnete dem deutschen Baseball den Weg aus dem Schattendasein. Die Spieler waren Gäste der Regierung Nicaraguas. Die Kosten wurden mit Geldern der Entwicklungshilfe der Bundesrepublik Deutschland gedeckt.
    Der SV Waldhof und TB Germania hatten ihre Abteilungen mittlerweile vollends aufgelöst, somit waren alle Mannheimer Baseballer beim VfR Mannheim integriert. Bei der WM belegte die Mannschaft (bestehend aus Mannheimern und Münchnern) zwar den letzten Platz, zog sich aber in den Spielen äußerst achtbar aus der Affäre. „Wir haben im Somoza-Stadion vor 38.000 Zuschauer gegen Weltmeister Kuba gespielt. Es waren tropische Temperaturen, nach sieben Innings stand es erst 0:3 gegen uns, am Ende haben wir nach neun Innings nur 0:10 verloren“, lassen Hoffmann und Jäger die Hitzeschlacht nochmals Revue passieren.

    Roland Hoffmann, Norbert Jäger und die Helmig Brüder wohnen im gleichen Hotel, in dem sie im Jahr zuvor bei der WM 1972 die Baseball-Legende und Idol Roberto Clemente kennen gelernt hatten. Nur vier Wochen später starb Roberto Clemente bei einem Flugzeugabsturz, als er nach einem Erdbeben in Mexiko dorthin aufgebrochen war, um zu helfen, die Opfern zu versorgen. Dennoch sind natürlich beide Weltmeisterschaften unvergessen. Roland Hoffmann erinnert sich:

    Wir waren vier Wochen dort unten, besaßen nur einen Satz Trikots. Wir hatten fast jeden Tag ein Spiel, insgesamt 20. Die größte Mühe bestand darin, die Uniform rechtzeitig zum Spiel zu trocknen, was bei der hohen Luftfeuchtigkeit fast nie gelang. Unvergesslich auch ein großartiger Empfang für uns in der Deutschen Botschaft in Nicaragua. Es waren anstrengende, aber auch unvergessliche Wochen…

    Ergebnisse in Nicaragua bei der
    WM 1973 aus deutscher Sicht:

    USA 0:4
    Puerto Rico 0:1
    Costa Rica 1:3
    Canada 1:5
    Honduras 2:9
    China 0:5
    Mexiko 1:3
    Columbien 0:10
    Nicaragua 1:6
    Guatemala 2:4
    Cuba 0:1

    1973 und 1974

    1972 kam die Stadt Mannheim auf die Idee, das Gelände des Baseballplatzes für den Maimarkt verwenden zu wollen. Also mussten die Baseballer das Feld räumen. Als Ersatz wurde das Feld hinter dem Rhein-Neckar-Stadion zur Verfügung gestellt. Nun hieß es von Neuem: Platz bauen…


    Es entsteht das Roberto-Clemente-Field, das 1973 mit dem Eröffnungsspiel Mannheim gegen die japanische Nationalmannschaft eingeweiht wurde. Auf den Bildern ist zu sehen, wie das Little League Feld gebaut wurde. Der Rollrasen wurde in Eigenarbeit auf dem Golfplatz, der damals für das Luisenparkgelände (Bundesgartenschau 75) geopfert wurde, abgeschält und Meter für Meter auf dem Baseballplatz wieder aufgebracht. Auch die Tennenfläche (Infield, Warning Track) wurden in Eigenleistung erstellt. 


    Einweihung und Inbetriebnahme des Platzes

    Endlich wurde auf dem neuen Baseballplatz Baseball gespielt. Anlässlich der Einweihung wirft BM David den ersten Pitch, dann spielen die Tornados aus Mannheim gegen ein japanisches All-Star Team.




    1975

    Das Bild zeigt die Zeremonie zur Saisoneröffnung in Käfertaler Benjamin Franklin Village.

    Ein General der amerikanischen Streitkräfte hat bereits den Ball zum First Pitch in seiner Hand. Ganz stolz sind Claus Helmig und Norbert Jäger, die beiden Leiter des neugegründeten Clubs Tornados, auf das neue Trikot.


    Vlnr: Sportamtsleiter Straube, Claus Helmig, der Vorsitzende des Badischen Sportbundes Schmetzer, Hans, Norbert Jäger und Peter Obresa, späterer Eishockey Nationalspieler.

    Die Zeit der langen Haare. Die Tornados 1975 mit Coach Claus Helmig (rechts).


    Stehend vlnr: Michael Schaber, Rainer Radu, Klaus Bartsch, (unbekannt), (unbekannt), (unbekannt), Claus Helmig
    Kniend vlnr: Matthias Lux, Joachim Casper, Martin Helmig, Peter Obresa, Stephan Emmel
    auf dem Bild fehlt: Gottfried Meisel

    Die Tornados waren als selbstständiger Verein gegründet, die Neuzeit der Tornados hatte begonnen.

  • 1975 bis 1977

    Die „Neuzeit“ der Tornados beginnt 1975

    Hans-Norbert Jäger, wieder zu Hause von der WM in Nicaragua in 1973, wollte neuen Schwung in den Mannheimer Baseball bringen. „Wir mussten unbedingt Nachwuchsförderung betreiben, sonst hätte es keine Zukunft mehr gegeben.“ Doch nicht alle zogen hier an einem Strang, es kam zu Diskussionen und Querelen, einig wurde man sich nicht. Während die eine Seite dem deutschen Nachwuchs neue Chancen eröffnen wollten, waren andere der Überzeugung ohne amerikanische Spieler sei kein Neuaufbau möglich. Die Notwendigkeit eines richtigen Vereins schien für Norbert Jäger unumgänglich. Er ließ nicht locker, diese Anstrengung zu forcieren und somit konstituierte sich am 16. Mai 1975 der erste Baseballverein Deutschlands. Der Name des Vereins: B.C. Mannheim Tornados. Der Grundstein für eine bis heute beispiellose Erfolgsgeschichte war gelegt.

    Die 2. Mannheimer Baseball Generation

    Bereits wenige Jahre nach der Gründung der Tornados erwies sich der Mannheimer Stadtteil Neuostheim einmal mehr als wahre Fundgrube entwicklungsfähiger Baseball-Talente. In zahlreichen Nachwuchsmannschaften zeigte die neue Generation, dass sie würdige Nachfolger ihrer erfolgreichen Vorgänger waren. Unter Anleitung fachkundiger Trainer und mit unglaublich großer Begeisterung feierten die Mannheim Tornados bereits 1982 ihre erste Deutsche Meisterschaft. Frank Jäger auf dem Weg in die Fußstapfen seines Vaters. Einige Spieler der ersten Stunde gehörten auch in den nachfolgenden Jahren zum festen Stamm der Baseball-Nationalmannschaft. Auch die großen Tornados haben mal klein angefangen. Erkennen Sie die beiden Knilche, die schon hier Entschlossenheit demonstrieren? Kleiner Tipp: noch im Jahr 2000 standen sie gemeinsam im Aufgebot der ersten Mannschaft.

    Die Bambinos 1972 (6-8 Jahre alt)


    Stehend vlnr: Dirk Olbrich, Michael Jekosch. Peter Thüringer, Rainer Hammer, Michael Scheidel, Ralf Wittlinger, Stefan Wagner, Coach Norbert Jäger
    Kniend vlnr: Ralf Olbrich, Peter Jäger, Georg Bull, Roberto Thüringer, Frank Jäger, Stephan Jäger (liegend)

    Die Cubs 1972


    Stehend vlnr: Peter Obresa, Amerikaner, Matthias Lux, Claus Helmig, Wolfram Kappes, Gottfried Meisel, Martin Helmig,
    Kniend vlnr: Amerikaner, Amerikaner, Günther Casper, Amerikaner, Joachim Casper, Bernd Marhöfer, Peter Schwemmer

    Die Pumas 1974 (8-10 Jahre alt)


    Stehend vlnr: Coach Norbert Jäger, Hans-Jörg Moderegger, Michael Scheidel, Ralf Wittlinger, Michael Jekosch, Daniel Albitz, Peter Thüringer, Rainer Hammer, Dirk Olbrich
    Kniend vlnr: Stefan Wagner, Roberto Thüringer, Thomas Strack (†), Georg Bull, Ralf Olbrich, Peter Jäger

    Die Peanuts 1974 (6-8 Jahre alt)


    Stehend vlnr: Matthias Gehrhardt, Thorsten Karpstein, Roland Geyer, Klaus Knüttel, Michael Rose, Thorsten Nitz,
    Kniend vlnr: Michael Röhl, René Gallego, Christopher Jaumann, Stephan Jäger, Heiko Muffert, David Steiner (†), Maurice Bonnet


    Stehend vlnr: Maurice Bonnet, Matthias Fett, Marc-Tell Bonnet, Michael Rose, Klaus Knüttel, Torsten Nitz
    Kniend vlnr: Amerikaner, Matthias Gerhard, Stephan Jäger, Jörg Baum, Rene Gallego, Christopher Jaumann

    Die Cubs 1976 (10-12 Jahre alt)


    Stehend vlnr: Norbert Jäger (Coach), Roberto Thüringer, Torsten Stender, Gustel Pfeiffer, Hans-Peter Jäger, Gerald Dzekan, Peter Jaumann
    Kniend vlnr: Ralf Olbrich, Matthias Hebig, Georg Bull, Thomas Strack (†)

    Das Gewinnerteam des Jugend-Turniers der Amsterdam Pirates 1976

    Siegerteam Jugend-Turnier der Amsterdam Pirates
    Stehend vlnr: Coach R. Barbosa (USA), M. Eberlein, T. Stender. R. Gehrke, Fr. Jäger, S. Barbosa (USA), G. Szikan, P. Jäger, Vorstand N. Jäger
    Kniend vlnr: R. Schinko, W. Loos, J. Seufert, J. Parker (USA), G. Bull, R. Olbrich, M. Hebig

    Die Cubs 1977 (10-12 Jahre alt)


    Stehend vlnr: Bernd Eberlein (Coach), Jochen Schmidt, Roland Schmidt, Matthias Hebig, Andreas Eck, Holger Stender, Frank Jäger, Michael Eberlein, Jürgen Reiß (Coach)
    Kniend vlnr: Thomas Eberlein, John Parker, Joshi Toscani, Christoph Bull

    EM Jugend 1979 in Madrid, die Tornados stellen die komplette Nationalmannschaft


    Stehend vlnr: Norbert Jäger (Coach), Roberto Thüringer, Rainer Hammer, Roland Gehrke, Ralf Olbrich, Thorsten Stender, Peter Renner-Motz, Thomas Strack (†)
    Nach vorne gebeugt vlnr: Wolfgang Loos, Michael Eberlein, Peter Laumann, Georg Bull, Joshi Toscani,
    Kniend vlnr: Matthias Hebig, Ralf Schinko, Stephan Jäger (Batboy), Peter Jäger, Frank Jäger
    Die Aufnahme entstand im Flughafen, kurz vor dem Abflug

    Die Cubs 1980


    Stehend vlnr: Mike Johnson, Andre Moore, Thorsten Karpstein, Roland Geyer, Matthias Gerhard, Torsten Nitz, Klaus Knüttel
    kniend vlnr: Stephan Jäger, Rene Gallego, Ray Moore, Heiko Muffert, Christopher Jaumann, Maurice Bonnet
    Es fehlt der Coach Klaus Ingo Menzel.

    Dieses Photo entstand auf einem großen hochkarätigen amerikanischen Turnier (mit holländischen, italienischen und amerikanischen Teams) in Ramstein Air Base, wo wir den 2. Platz belegten. Die Saison spielten wir in der amerikanischen Liga in der Benjamin Franklin Village und gewannen diese auch.

    All-Star-Team Mannheim bei Turnier in Holland 1980


    Stehend vlnr: Jürgen Helmig (Coach), Roland Geyer, Ami, Ami (Coach), Andre Moore, Ami, Ami, Torsten Karpstein, Klaus Knüttel, Mike Johnson, Matthias Gerhard, Klaus-Ingo Menzel (Coach)
    Kniend vlnr: Maurice Bonnet, Ami, Mike, Ami, Ray Brown, Heiko Muffert, Christopher Jaumann, Ami, Stephan Jäger

    Dieses Photo entstand auf einem großen hochkarätigen holländischen Turnier (mit holländischen, italienischen und amerikanischen Teams) bei den Amsterdam Pirates, wo wir den 2. Platz von ca. 30 Teams belegten. Wir sind auf dieses Turnier mit einer Auswahl aus ca. 10 amerikanischen Teams aus unserer Liga in Mannheim gefahren.

    Das Herrenteam der Tornados 1977

    Für eine kurze Zeit gehörte Claus Helmig 1977 damals den Tornados an (mittlerweile ist er ja nach dem Auflösen der Amigos in 2001 den Tornados wieder beigetreten). Er leitete das Team, dem so bekannte Spieler wie sein Sohn Martin und der spätere Eishockey Profi Peter Obresa angehörten.

    Stehend vlnr: Amerikaner, Martin Helmig, Peter Schwemmer, Klaus Bartsch, Rolf Hammer, Amerikaner, Peter Thüringer, Claus Helmig (Coach)
    Kniend vlnr: Peter Obresa, Amerikaner, Herbert Schwemmer, Jürgen Radu, Rainer Radu

    Nicht lange später trennte sich Claus Helmig von den Tornados und schloss sich als Amigos dem VfR Mannheim an.

  • Die 2. Generation

    Die 2. Generation

    1985: Deutsche Meisterschaft und Aufstieg in den Europapokalwettbewerb


    Zur Ehrung nach Mannheim gekommen waren: Roger Pamaye, Liga Sekretär, und Gus van der Heiden, Präsident der CEBA.
    Die Spieler von links nach rechts: Stephan Jäger, Michael Eberlein, Rainer Hammer, Joachim Seufert, René Gallego, Frank Jäger


    von rechts nach links: Roland Hoffmann, Wolfgang Loos, Peter Jaumann, Peter Budny, Matthias Hebig, Torsten Stender, Hans-Peter Jäger, Ralf Schinko, Joe Pekerosky, Wolfram Seufert, Thomas Eberlein, Torsten Karpstein, Frank Jäger

    Aufstieg in den A-Pool der Nationalmannschaften in Ladenburg 1992

    Ein großes Fest für Baseball Deutschland. Unglaublich diese Stimmung in Ladenburg… Der Vergleich zur EM in 2001 in Bonn muss nicht gescheut werden. vorne rechts im gelben Hemd der damalige Sportbürgermeister der Stadt Mannheim Lothar Mark, späterer Bundestagsabgeordneter.


    Stephan Jäger in Aktion bei der EM B-Pool 1992 in Ladenburg.


    Großen Anteil am Erfolg der Deutschen Mannschaft hatten diese drei Brüder aus Mannheim: Frank Jäger, Stephan Jäger, Hans-Peter Jäger, alle drei im Endspiel gegen Tschechien in der Starting Line-Up.

    Coaches und Spieler, an die man in Mannheim gern zurückdenkt


    Klaus-Ingo Menzel, Hank de Armas und Hideo Homa (v.l.n.r.), inzwischen wieder in Japan, kommt zum Kurzurlaub nach Europa. Zusammen mit alten Freunden werden in der Karl-Ladenburg-Straße alte Erinnerungen wach.

    Die Deutsche Nationalmannschaft 1954 in Antwerpen


    stehend vlnr: Norbert Schoffers, Wilfried Schmitt, Claus Helmig, Jürgen Helmig, ?, Alfred Buchner, Armin Gießen, ?, Karl Phillipp, ?
    knieend vlnr: Walter Schmid, Helmut Buchner, Günther Emmel, ?, ?, Wolfgang Schmid, Alldinger.
    Es fehlt: Kurt Ertel

    Das beste deutsche Infield ever?


    hinten: Martin Helmig (1B), Klaus Knüttel (3B), Georg Bull (Catcher),
    vorne: Chris Miller, Frank Jäger (SS), Stephan Jäger (2B)

  • Erinnerungen

    Die Väter der vielfachen Meisterschaften im Baseball

    Groß war die Zahl der Baseballer, die in den vergangenen 25 Jahren das Trikot der Mannheim Tornados trugen. Viele aus den frühen Jahren gehörten mehr als ein Jahrzehnt zum unverzichtbaren Stamm der Bundesligamannschaft. Manche blieben nur eine Saison, einige wenige wurden nur in Phasen der Meisterschaft aktiviert und verschwanden danach wieder.

    Das Team um Coach Jürgen Helmig. Es gab Spieler, die aufgrund ihres Könnens oder ihrer unnachahmlichen Spielweise nachhaltigen Eindruck hinterließen. Nachfolgend haben wir eine Auswahl von Spielern portraitiert oder auch manch unvergessene Namen in Erinnerung gerufen.

    Peter Budny

    Einer der Pitcher-Legenden des deutschen Baseballs. Bis ins rekordverdächtige Alter von 40 Jahren stand der mit allen Wassern gewaschene Budny seinen Mann auf dem Hügel. Zahlreiche Einsätze bei Weltmeisterschaften machten in seiner 20jährigen Karriere über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Er konnte werfen wie ein Uhrwerk, wenn’s sein mußte auch zwei Spiele hintereinander. Auch als Catcher war er bekannt und gefürchtet.

    Ralf Olbrich

    Von klein auf trug Olbrich das Trikot der Mannheim Tornados mit der Nummer 10 wie vor ihm Norbert Jäger und nach ihm Jan Rüssel. Als Short-Stop war er im Verein und in der Nationalmannschaft die Nummer eins. Berufsbedingt beendete er seine Karriere leider bereits mit 21 Jahren. Viele hatten ihm zugetraut, ein ganz Großer im Baseballsport werden zu können.

    Joe Pekerosky

    Er war nicht nur Spieler beim Rekordmeister, sondern 1987/88 auch dessen Trainer. In seiner achtjährigen Zeit als Spieler war Joe in Mannschaftskreisen sehr beliebt. Noch heute steht er in Sachen Runs und Hits in den Rekordlisten der Tornados. Berühmt war er als Pitcher für seine Knuckle Balls. Heute ist Joe Pekerosky Trainer des Verbandsligisten Karlsruhe Cougars.

    Peter und Roberto Thüringer

    Die Gebrüder Thüringer reihen sich nahtlos in die erfolgreiche und berühmte “ Mehrfamilien-Tradition“ der Mannheim Tornados (siehe Eberlein, Hammer, Jäger). Peter Thüringer war ein Vorbild als Kamerad und hatte als Pitcher einige trickreiche Wurfvarianten auf Lager. Der heutige Arzt war lange Jahre auch als Medizinmann für seinen Verein. Roberto, der jüngere, war für viele eines der größten Talente des deutschen Baseballs. „Robber“, so sein Spitzname, war ein exzellenter Pitcher und stellte mit seinen Fast Balls die gegnerischen Schlagreihen oftmals vor unlösbare Probleme. Selbst als die beiden Brüder nach Italien auswanderten, standen sie ihrem alten Verein bei Bedarf noch immer zur Verfügung. Als treuester Fan der Tornados erwies sich der Vater der beiden. Thüringer Senior begleitete über viele Jahre hinweg die Mannschaft auf allen Spielen im In- und Ausland.

    Hideo Homa

    Fällt dieser Name, bekommen viele Ehemalige glänzende Augen. Der Japaner, der Ende der 70er Jahre seine Zelte in Mannheim aufschlug, war als Baseballer eine wahre Augenweide. Schnelligkeit und Eleganz prägten seinen Stil. Als Trainer der damaligen Jugend gilt er heute noch als einer der Väter der späteren Meistermannschaften. Er war nicht einfach nur ein Trainer, sondern sowohl in Theorie und Praxis vermittelte er seinen Zöglingen seine ganz eigene Philosophie des Baseballs. Mit Klausuren und Lehrtafeln führte er die Jungspunde in die tieferen Weihen des Baseballs ein. Hideo Homa ist Ehrenmitglied der Mannheim Tornados.


    Sergio Barrientos

    Ursprünglich Coach des im pfälzischen Ramstein stationierten US-Teams, holte ihn Tornados-Trainer Stephan Jäger 1993 nach Mannheim. Barrientos vermittelte den Tornados in der Folgezeit die Kontakte zu zahlreichen amerikanischen Baseballspielern. Es folgten Spieler wie Bernard Pickett, George Sanders, Troy Weight, Richard Koch und John Sikes. Von Bernard Pickett abgesehen war es insbesondere John Sikes, der einen bleibenden Eindruck beim Rekordmeister hinterließ. Der US-Boy, nebenbei ein wahrer Gentleman, gab in zwei Jahren auf nahezu jeder Position eine Kostprobe seines außergewöhnlichen Könnens.


    Wolfgang Loos

    Sechs Jahre war Wolfgang Loos Präsident der Mannheim Tornados, unzählige Jahre war das erste Base sein Zuhause. Von seinen Freunden nur „Wolfi“ gerufen, war er dem Baseball schon seit seinem sechsten Lebensjahr „verfallen“. Sein in aktiven Zeiten legendärer Urschrei sowie das jahrelange intensive Engagement für seinen Sport haben Wolfgang Loos über die Grenzen Mannheims hinaus zur einer in Baseballerkreisen anerkannten Persönlichkeit werden lassen. Insgesamt bestritt er 196 Bundesligaspiele für die Mannheim Tornados, 35 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und war mehrmaliger Europapokal-Teilnehmer. 


    Torsten Stender

    Auch Torsten Stender war schon seit frühester Jugend ein Tornado. Der Allrounder war in der Lage jede Position zu spielen. Ob Pitcher, Infield oder Outfield, er kam überall zurecht. Der heute zweifache Familienvater hat sich Mitte der 90Jahre aus der ersten Mannschaft zurückgezogen. Auch Torsten Stender gehört mit 224 Tornados-Einsätzen zu den „Rekordverdächtigen“. Mit 35 Länderspielen und vielen internationalen Turnieren trug er über viele Jahre auch das Trikot der deutschen Mannschaft. 


    Rainer Hammer

    Auch er gehörte mehr als 20 Jahre zum Inventar der Mannheim Tornados. Während sein Vater mindestens ebenso lange die finanziellen Geschicke des Vereins leitete, war Rainer Hammer neben seiner Funktion als Spieler auch als Konditions-und „warm-up“ Trainer verantwortlich. Hammer galt als schneller Spieler und risikofreudiger „base-stealer“. Auch in der Defensive verfügte er als routinierter Outfielder über einen besonders großen Aktionsradius. Noch heute ist Rainer Hammer immer wieder Gast auf der Anlage, um seinen alten Kameraden die Daumen zu drücken. 


    Ralf Schinko

    Wer sich beim deutschen Rekordmeister auf der Position des Catchers etablieren wollte, der führte jahrelang einen verzweifelten Kampf gegen Ralf Schinko. Von seinen Kumpels nur „Ralle“ gerufen, war Schinko als Catcher ein Leistungsträger der Mannheim Tornados. Er hatte alles was einen überdurchschnittlichen Catcher auszeichnete: Ein hervorragendes Auge für die Mitspieler, einen guten Arm, eine ausgezeichnete Kontrolle und das nötige Stehvermögen, um gegnerische Runner im entscheidenden Moment zu blocken. Einige Zeit war er auch als 2. Vorsitzender für seinen Verein aktiv. Mit seiner ihm eigenen Art und Weise hat Ralf Schinko jahrelang den Geist der Mannschaft geprägt. Lange noch war Ralf bei nahezu jedem Spiel seiner „Jungs“ auf den Tribünen des Roberto-Clemente- Field zu finden. Leider ist er 2007 im Alter von 41 Jahren still und leise von uns gegangen. Er wird eine Lücke hinterlassen – als Mensch und als Sportler. 


    Matthias „Jack“ Hebig

    Das Outfield galt jahrelang als Prunkstück des elffachen deutschen Meisters. Das glänzende Stellungsspiel der Männer „etwas abseits vom Geschehen“ entschied in nicht wenigen Spielen über Sieg oder Niederlage. Matthias Hebig, ein Tornado der ersten Stunde, war über viele Jahre im Leftfield ohne Konkurrenz. Manches Mal spektakulär, aber stets zuverlässig angelte sich „Jack“ so manch verloren geglaubten Ball. Mittlerweile nicht mehr aktiv, ist der studierte Arzt als „Medizinmann“ dennoch nicht aus dem Tornados-Dugout wegzudenken. 


    Frank Jäger

    Auch sein Name ist untrennbar mit den zahlreichen nationalen Erfolgen des Mannheimer Baseballsports verbunden. Wer den mittleren der drei Jäger- Söhne noch in der Spielzeit ’99 im Halbfinal-Playoff gegen Paderborn auf dem Hügel erlebte, der weiß, was der Club an ihm verlor als er nach der Spielzeit 2000 seine Batting Gloves an die Wand nagelte. Ob Drittes Base, ob als Short- Stop oder eben als Pitcher, sein Können und seine Routine waren immer sehr wertvoll. Wie Klaus Knüttel gehörte er in der Saison 2000 zu den „letzten Mohikanern“ einer beispiellos- erfolgreichen Ära. 


    Michael Eberlein

    Noch heute als Zuschauer kann Michael Eberlein aus der Haut fahren, wenn das Spiel der Tornados nicht auf Touren kommt. Noch zu aktiven Zeiten galt das Michael aufgrund seines bedingungslosen Einsatzes und seiner Schnelligkeit als „Energiebündel“. Ob im Dugout oder auf dem Feld – schon damals war er Stimmungsmacher und lautstarker Antreiber innerhalb der Truppe. Mit Bruder und Vater war er den Tornados schon in frühester Kindheit eng verbunden. über 200 mal trug er das Trikot mit der Nummer 15 und gehört damit nach wie vor zu den Spielern mit den meisten Einsätzen für den Bundesligisten. 


    Thomas Eberlein

    Auch der Name Eberlein ist unmittelbar mit der Vereinsgeschichte der Mannheim Tornados verbunden. Thomas, seit frühester Kindheit auf dem Baseballplatz zuhause, gehörte zu den ersten in der Tradition vieler guter Tornados-Pitcher. Ausgestattet mit einem guten Repertoire an Wurfvarianten zeigte er in kritischen Situationen ebenso Nervenstärke. Insgesamt zehn Mal half er die deutsche Meisterschaft nach Mannheim zu holen. Mit dem Titel 1994 zog sich Thomas Eberlein aus der ersten Mannschaft zurück. 


    René Gallego

    Der gebürtige Spanier war ebenso wie viele seiner Mannschaftskameraden von Kindheit an auf dem Roberto-Clemente-Field zu Hause. Seine ganze Familie war aufs engste mit den Tornados verbunden. Der iberische Sohn eines Marathonläufers war mit einer phänomenalen Kondition ausgestattet. Er war nicht nur ein guter Infielder, sondern galt in Mannschaftskreisen als ausgesprochen lustiger Geselle. 


    Peter Jäger

    „Jetzt packen wir sie!“ Mit einem 11:1 hatten die Tornados im Halbfinale 98 gegen Paderborn ein drittes Spiel erzwungen. Peter Jäger war noch in der Spielpause voller Optimismus. Doch die entscheidende Partie ging verloren, es war das letzte von über 300 Spielen für Jäger. Die Enttäuschung war zu groß. über Jahre hinweg galt der älteste der Jäger-Brüder als überragender Outfielder. Dabei hatte auch seine Karriere als Pitcher begonnen. Wie seine Brüder und einige seiner Mitspieler verbrachte er schon in jüngsten Jahren seine Zeit vorwiegend auf dem Baseballplatz. Nach einem „Seitensprung“ 1995 zum damaligen Bundesligisten Leonberg Lobsters kehrte er nur ein Jahr später wieder „nach Hause“ zurück. 


    Klaus Knüttel

    Der Aufstieg der Mannheim Tornados zu einer nationalen Spitzenmannschaft unweigerlich mit seinem Namen verbunden. Die Erfolge und Sternstunden von Klaus Knüttel aufzuzählen ist in wenigen Worten kaum zu bewältigen. Der Pitcher, auf dem Baseballplatz heimisch wie kaum ein anderer, ist noch heute ein Vorbild an Einsatz und Leistungsvermögen. Nach dem Rücktritt zahlreicher älterer Spieler gehört er zu denjenigen, die eine junge Generation in eine neue erfolgreiche ära führen sollen. In der vergangenen Saison durchbrach er mit seinem 100. Homerun eine legendäre Schallmauer. 


    Andy Fässler

    Der Mannheimer Eidgenosse geht inzwischen auch schon in sein achtes Betriebsjahr bei den Mannheim Tornados. Einst vom Nachbarn, den Ladenburg Romans, zu den Tornados gekommen, ist der 33-Jährige ein Vorbild an Einsatz, Treue und Zuverlässigkeit auf und auch außerhalb des Spielfelds. Der etatmäßige Catcher ist mit seiner vermittelnden und souveränen Art ein ruhender Pol innerhalb des Vereins und seiner Mannschaft. Andy, der aus beruflichen Gründen in die zweite Mannschaft wechselte, will im sportlich-organisatorischen Bereich jedoch weiter für seinen Verein tätig sein. Auf seine Ratschläge und seine Erfahrung wollen weder Teamkollegen noch Trainer verzichten. 


    Stephan Jäger

    Der jüngste der Jäger-Brüder formte und betreute schon im Alter von 16 Jahren den Nachwuchs der ersten Mannschaft und wurde 1988 Spielertrainer der ersten Mannschaft. Als Spieler schon eine Ausnahmeerscheinung, war er auch als Trainer äußerst erfolgreich. Wie kaum ein anderer war der exzellente Short-Stop fähig, Stimmungen und Tendenzen im sportlichen wie menschlichen Bereich zu erkennen und zu analysieren. Mit Akribie und einem unglaublichen Sachverstand konnte er jeden einzelnen seiner Spieler optimal auf taktische Gegebenheiten einstellen. Mit ihm als Trainer holten die Tornados sechs Deutsche Meisterschaften. Neben Klaus Knüttel gilt Jäger als der überragende Tornados-Akteur der letzten Jahre. Stephan Jäger ist einer der drei deutschen Baseballer, die den Weg in die Deutsche Hall of Fame aufgrund seiner Verdienste für den deutschen Baseball finden konnte. 


    Tim Hoffmann

    Bei diesem Vater blieb dem Sohn wenig anderes übrig, als in dessen Fußstapfen zu treten. Wie dieser war Tim schon seit Bestehen der Mannheim Tornados Mitglied im Verein. Eingesetzt am ersten Base und im Outfield, fischte er sich dank seiner stattlichen Körpergröße und Reichweite manch unerreichbaren Ball. Auch am Schlag landeten einige seiner hart geschlagenen Bälle jenseits der gegnerischen Outfielder. Das Trikot mit der Nummer 18 war viele Jahre fest in Hoffmann’schem Besitz. 


    Eddy Polanco

    Fünf Jahre begeisterte der Rastelli aus der Dominikanischen Republik das Mannheimer Baseballpublikum. 18 Jahre war der Karibik-Import, als er 1994 zu den Tornados kam. Als Pitcher, Short-stop und exzellenter Hitter avancierte er nicht nur zum unumstrittenen Liebling, sondern katapultierte sich mit einigen Rekorden in die ewige Bestenliste des elffachen deutschen Meisters. Nach zwei-jähriger Unterbrechung (ein Jahr Mainz, ein Jahr nicht in Deutschland) kehrte Eddy in der Saison 2001 für die zweite Hälfte der Saison zurück und schlüpfte, zur Freude der Fans, wieder in das Trikot mit der Nummer 35. 


    Ralph „Hase“ Bläß

    Ein weiteres Tornados Ur-gestein, das sich seit vielen Jahr für das Bundesligateam und für den Verein engagiert, hat seinen Platz seit Jahren immer dort, wo der Verein ihn braucht. Früher am zweiten Base oder auf dem Mound, hat sich Ralf in den letzten zwei Jahren mehr in der Coaches Box wiedergefunden, um dort auszuhelfen. Was seine Einsätze für die Tornados angeht, haben nur Peter und Frank Jäger und Klaus Knüttel mehr Tornados Spiele auf dem Buckel als Ralph. 


    Bernard „Joghurt“ Pickett

    Kein anderer Spieler, der nicht aus Mannheim oder der Umgebung stammte, konnte der 1. Bundesligamannschaft so seinen Stempel aufdrücken wie Bernard Pickett. Bernard war ein absoluter Profi, das Team der Tornados stand für ihn immer an allererster Stelle. Nicht nur Bernards Einstellung war profihaft, auch sein Spiel war es. Hervorragender Outfielder und at bat immer für einen Homerun gut. Niemand wird seinen Homerun in Mainz vergessen, den er im Rightfield weit auf den angrenzenden Parkplatz setzte – oder im Halbfinale in Paderborn 2000, als die Tornados im 9. Inning mit einem Run zurücklagen und er bei 2 Aus und einem Count von 3:2 den Ball über den Zaun setzte… Won’t forget you, Bernard, never… 


    Rick Serrano

    Rick spielte 1993 noch bei den Mainz A’s u. wurde MVP der Bundesliga, bevor ihn die Tornados 1994 an den Neckar holten. Rick war der Nummer 1 Catcher bei uns und hatte 2 überaus erfolgreiche Saisons 1994 u. 1995 in Mannheim.

    Auch wenn Rick seine aktive Laufbahn mittlerweile beendet hat, sehen ihn die Spieler der Tornados doch immer noch regelmäßig auf dem Spielfeld. Rick hat die Catcher Ausrüstung mit der eines Umpires getauscht. 


    Richard Jackson

    Bis heute der älteste aktive Spieler der Baseball-Bundesliga bleibt Richard Jackson. Im Alter von 50 stand er 1993 im Meisterteam der Mannheim Tornados. Als Short-Stop und Pitcher verfügte er nebst Können über eine Menge Routine.

    Nach seiner Zeit bei den Tornados sah man Richard noch bei verschiedenen Teams. Spielt Richard Jackson noch heute? 


    Court Hall

    kam 1989 als Nationaltrainer aus Arizona nach Deutschland und brachte in dieser einen Saison mittels unserer vielen Nationalspieler frischen Wind in die Trainingsmethoden auch bei den Tornados. Court begleitete die Tornados dann auch 1989 als Trainer zum Europapokal nach England, wo er mit den Tornados den 2.Platz belegten. Court lebt mittlerweile in Deutschland und hat auch unserem aktuellen Team die ein oder andere Finesse bei verschiedenen Trainingsbesuchen gezeigt. 


    Richard Koch

    Richard Koch, genannt „Rick“ hat nur in der Meistersaison 1993 für die Tornados gespielt, dies aber überaus erfolgreich. In nur 8 Spielen, die er für uns spielte schlug er eine Batting-Average von 607 mit 5 HR’s u. 21 RBI’s (zumeist Play-Off Games)! Rick war ein in ganz Europa gefürchteter Catcher u. spielte die Jahre zuvor bei dem berühmten Paris University Club genannt „PUC“. 


    George Sanders

    George kam 1993 mit Bernhard Pickett, siedelte jedoch nach nur einer Saison zu unseren damaligen Erzrivalen Amigos um. Noch heute für viele unvergessen ist sein Debütspiel in Zülpich, wo er sein erstes At Bat für die Tornados mit dem bis dato spektakulärstem HR für alle Anwesenden begann. Später entpuppte er sich jedoch als ein unvergessen cleverer Pitcher. 


    John Sikes #27

    Auch John stieß Ende 1993 vermittelt von unserem damaligen Ass. Coach Sergio Barrientos zu uns — nach einem sehr schwachen Start 1993, blühte John im Meisterjahr zum wertvollsten Spieler der Tornados auf. Leider kehrte auch er schon 1995 viel zu früh wieder in seine Heimat USA. John blieb bis heute unerreicht als 3rd Baseman, Pitcher sowie als Clean-up Hitter. 


    Dan Bach

    Dan war ein ehemaliger Teammate von Stephan Jäger in Arizona und besuchte Stephan und die Tornados in den 90er Jahren häufiger. Er nutzte seine Ferien in Deutschland dann auch regelmäßig, um bei den Tornados das ein oder andere Spiel vom Pitcherhügel zu gestalten. Auch auf dem A-Europapokal in Holland 1994 verband er eine Europatour mit dem Unterstützen unseres Teams in Holland. 


    Matt Medeiros

    spielte 1993 lediglich 3 Spiele für die Tornados, allerdings waren diese das legendäre Halbfinale ’93 gegen die Stealers (6:4, nach 0:4 Rückstand im 9.Inn.) und das Finale im Millerntorstadion auf St.Pauli. Er flog extra, um für uns Shortstop zu spielen, von Colorado für 3 Wochen zu uns und hatte entscheidenden Anteil an der Meisterschaft.


    Troy Weight

    Troy Weight spielte 1988 bis 1990 in unserer Bundesliga Mannschaft, zwar selten aber trotzdem mit bleibendem Eindruck. Den Outfielder aquirierten die Tornados aus dem Ramsteiner Air-Force Team, von dem später auch so bekannte Namen wie Pickett, Sanders, Koch und Sikes stammten. Seine wichtigsten Einsätze für unseren Club hatte Troy zweifelsohne auf dem Europapokal in England ’89.

  • Roberto Clemente

    Roberto Clemente

    Das Tornados-Feld wurde benannt nach Roberto Clemente, dem Hall of Famer der Pittsburgh Pirates. Mehrere Mannheimer Spieler der ersten Stunde – wie Norbert Jäger und Roland Hoffmann – haben den Puerto Ricaner persönlich kennengelernt, als sie an der 20. Weltmeisterschaft in Nicaragua vom 15. Nobember bis 5. Dezember 1972 teilnahmen. Roberto Clemente starb nur kurze Zeit später bei einem Flugzeugabsturz an Silvester 1972 im Alter von 38 Jahren, als er versuchte, die Opfer eines Erdbebens in Nicaragua mit Hilfsgütern zu versorgen.

    Der Rightfielder lief das erste Mal 1955 für die Pittsburgh Pirates auf und blieb dort seine gesamte Major-League-Zeit. Während seiner Karriere gewann er u.a. zwei World Series-Ringe (1960 und 1971), wurde 1971 World Series MVP, MVP der National League (1966), war 15-mal All-Star und bekam insgesamt 12 Gold Glove-Awards (1961-1972). Knapp ein Jahr nach seinem Tod wurde er in die Hall of Fame aufgenommen. Ebenfalls im Jahr 1973 wurde sein Trikot mit der Nummer 21 retired.

    Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft bei dem WM 1972 gegen Puerto Rico am 22. November 1972 im Stadion von Leon, gelang es Norbert Jäger einige Bilder von Roberto Clemente während der Batting Practice des Teams Puerto Rico auf seiner Super 8-Kamera aufzunehmen. Vielleicht sind diese Bilder die letzten, die von Roberto Clemente gedreht wurden:

    Beitrag des MLB Network zur Erinnerung an den 40. Todestag Roberto Clementes:


    Quellen

    Roberto Clemente bei Wikipedia
    Roberto Clemente’s death: 40 years later, his legacy lives at second base for Pirates